Diplomarbeiten
Werkzeugunterstützung für SPICE-Assessments
Autor: Florian Saurer
Betreuer: Tilman Seifert, Alexander Ziegler, Hannes Mahlknecht
Aufgabensteller: Prof. Dr. Broy
Abgabetermin: 15. September 2004
Abstract
Die wichtige Bedeutung von prozessorientiertem Softwarequalitätsmanagement wurde in den letzten Jahren erkannt. Man ist sich einig, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine Verbesserung der Prozesse den gewünschten wirtschaft- lichen Nutzen bringt~\cite{MeSt99}. Ausgehend von dieser Erkenntnis wurden mehrere Modelle entworfen, die eine systematische Analyse und effiziente Verbesserung der Prozesse ermöglichen. Die wichtigsten Modelle sind ISO- 9000, CMM, SW-CMM, CMMI und ISO 15504 - auch bekannt unter dem Namen SPICE.
SPICE (Software Process Improvement and Capability dEtermination) bietet einen ordnenden Rahmen zur Bewertung und Verbesserung von Softwareprozessen. Ziel ist es, vorhandene Modelle zu integrieren und so ein einheitliches Vorgehen zu etablieren. Im Mittelpunkt von SPICE stehen Prozess- Assessments. Sie werden zur Identifikation von Stärken und Schwächen der analysierten Prozesse sowie zur Fähigkeitsgradbestimmung eingesetzt.
Der inhaltliche Umfang der Reife- und Fähigkeitsgradmodelle hat in den letzten Jahren stark zugenommen und der von den Unternehmen akzeptierte zeitliche Rahmen wurde stark reduziert, sodass eine manuelle Durchführung eines Prozess-Assessments zu kompliziert und aufwändig wäre. Zur effizienten und wirtschaftlichen Durchführung eines SPICE-Assessments ist eine Werkzeugunterstützung notwendig.
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption eines Werkzeugs zur Unterstützung von SPICE-Assessments. Die existierenden Werkzeuge haben bisher Ansätze, die die Durchführung von Assessments immer noch relativ aufwändig machen. Zur einfacheren und effizienteren Durchführung von Assessments ist es notwendig, neben der Erfassung und Auswertung von Informationen über den Entwicklungsprozess auch das gesamte Assessmentverfahren zu unterstützen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die funktionale Unterstützung der wichtigsten Aktivitäten der einzelnen Phasen eines Assessemts gelegt.
Um das erarbeitete Konzept in die bestehende Systemlandschaft einzuordnen und nach qualitativen Gesichtspunkten zu bewerten, wird ein anerkanntes, allgemein einsetzbares Verfahren zu Bewertung des Nutzens, die Nutzwertanalyse, angewandt. Um dieses Bewertungsverfahren auf den Fachbereich anzuwenden, werden im Vorfeld Kriterien definiert, die eine Bewertung des Nutzens aus qualitativer Sicht zulassen. Grundsätzlich basiert darauf die Annahme, dass qualitative Vorteile bei der Assessmentdurchführung zu höheren Kosteneinsparungen führen.
Effiziente Wartung und Weiterentwicklung der Benutzeroberflächen betrieblicher Informationssysteme
Autor: Andreas Gardener
Aufgabensteller: Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy
Betreuer (TUM): Florian Deißenböck
Betreuer (INTERASCO): Gert Unterhofer
Abgabedatum: 14.05.2007
Abstract
Die Benutzeroberflächen betrieblicher Informationssysteme sind einem kontinuierlichen Wartungs- und Änderungsprozess unterworfen. Die Änderungsanfragen für die Benutzeroberfläche übersteigen dabei in der Regel jene für den Anwendungskern um ein Vielfaches. In dieser Arbeit sollte untersucht werden welche Faktoren Einfluss auf die Wartung und Weiterentwicklung von Benutzeroberflächen haben, insbesondere wie sich der Einsatz einer bestimmten GUI-Technologie auf die Wartungsaufwände auswirkt. Für die Firma Interasco sollte im Anschluss eine Evaluierung verschiedener Technologien erfolgen und ein Lösungsentwurf zur schrittweise Modernisierung eines bestehenden ASP-Frontends erarbeitet werden.
In einem ersten Schritt wurde die ASP-Oberfläche auf ihre generellen Probleme untersucht. Aus diesen wurden in der Folge zunächst sehr spezielle Kriterien abgeleitet, die dann immer weiter ausgebaut und schließlich in das am Lehrstuhl von Prof. Broy entwickelte zweidimensionale Modell für Wartbarkeit integriert werden konnten. Anschließend wurde ein Auswertungsverfahren entworfen, anhand dessen das Qualitätsmodell zum Zwecke einer Technologie-Evaluierung angewandt, und die Ergebnisse graphisch dargestellt werden konnten. Das Verfahren wurde in der Folge eingesetzt um einige wichtige Vertreter aktueller sowie etwas älterer GUI-Technologien zu untersuchen und zu vergleichen. Dabei kristallisierte sich klar heraus, dass die zum Einsatz kommenden Technologien sich klar auf die anfallenden Wartungsaufwände auswirken. Abschließend entstand in Zusammenarbeit mit der Firma Interasco ein Entwurf für die Modernisierung einer bestehenden Benutzeroberfläche. Dabei wurden sowohl die aus der Evaluierung gewonnenen Erkenntnisse, als auch die Rahmenbedingungen aus der bestehenden Anwendung berücksichtigt.
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